mein Wecker klingelte um 6:30, 5 minuten später war Simon wach.

Unikram packen, Simon fertig machen, auf einmal brach Hektik aus, es war schon 7:40 und wir mussten los, aber ich hatte mir noch keinen Uni-Lageplan ausgedruckt. Schnell gemacht, Simon fertiggemacht, alles fertig – da fällt mir ein: wo ist mein Portemornaie? Panisch suchen Dod und ich in der Wohnung und pfeiffen immer wieder Simon zurück, und zicken uns gegenseietig an. Irgendwann schnappe ich mir 10 Euro aus dem Sparschwein, und ziehe ohne los. Simon im Kindergarten will nicht, dass ich gehe, hört aber schon auf zu heulen bevor ich weg bin. die Erzieherin hat es geschafft ihn abzulenken.

Ich sitze auf dem Rad, und stelle fest: 8 Minuten bis mein Zug fährt, und ich muss noch ein Ticket kaufen – Semesterticket war ja im Portemornaie. Am Bahnhof angekommen – noch 3 Minuten. schnell Rad abschliessen, und auf den Bahnsteig hetzen – Ticket kaufen. Meine Mama steht auch da und wir schnacken eine Runde. Evtl. bekomme ich Omas Auto demnächst – das wäre toll.

Als der Zug ankam schnell zur nächsten S-Bahn sausen, und mich irgendwie reinquetschen – lauter Studenten morgens um kurz vor 9 – wow. zum Glück nächste Woche Uni ab 8 und nicht ab 9 🙂

Die Bahn wurde vor der Uni-Haltestelle auch nicht weniger voll – eher im Gegenteil.

Meine erste Veranstaltung sollte eine Einführung in die Unibiliothek sein – sehr uninteressant – ich höre, dass ich zum drucken, kopieren und so weiter eine Mensacard brauche (jeha! die 4. Check-kartengroße Karte der Uni), der ganze Rest ist uninteressant. Ich sitze neben nem Grufti-mädel. Erstaunlicherweise gibt es hier recht viele Grufti oder Metall-leute.

Und Tussis. alle laufen irgendwie einzelnd oder zu zweit rum, nur die Tussis stehen kreischend, giggelnd in Scharen von etwa 5 Leutchen überall rum 🙂

Nach der Bibliotheks-flaute, auf zum Studentenwerk, den Rest meines Bafögkrams abgegeben – wahnsinn! es klappt! Ich habe alles abgegeben.

Danach ab zum Vortrag des Zentrums für Netze – gääähn. Eine alte Dame die WLAN „we-lan“ mit stumpfem e, fast schon ö ausspricht und ein junger Typ, der eindeutig Ahnung, aber keine Erfahrung damit vor Leuten zu sprechen hatte. Das einzig Informative daran war die Info auf welcher Webseite ich alles Interessante finde.

Danach war ich dermaßen frustriert, dass ich die Campusführung schon auslassen wollte. Ich stand schon an der S-bahnhaltestelle, da traf ich eine alte Freundin. (für die muss ich mir noch nen nicht erkennbaren Namen ausdenken, die wird öfter auftauchen jetzt wo sie in hb wohnt denke ich)

Ich bin mit ihr noch nen Kaffee trinken gegangen und wir philosophierten grad darüber, wie man sich unter dem ganzen jungen Gemüse fühlt. Da sie noch 2 Stunden Wartezeit vor sich hatte entschlossen wir uns doch noch zur Campusführung zu gehen. Wir standen also da in der Glashalle rum, mal hier mal da in nem Pulk von Menschen, aber keine Führung zu finden. doooof. Also bin ich doch heim. Zuhause dann gegessen und dann aufgeräumt – schwupps war es Zeit Simon von der Tagesmutter abzuholen. Die war mit Simon auf dem Spielplatz, und erzählte mir gleich, dass Simons Regenhose hin ist die er im Kindergarten hat, und ich die ersetzen muss. Also Simon geschnappt, In den Bus, zum real, weil da die Chancen größer waren waren, eine zu finden, und man gleich Dod von der Arbeit abholen kann.

Nun zuhause, Simon ist im Bett, und koche. Dod hat während ich Simon ins Bett brachte die Küche aufgeräumt und das Fleisch geschnitten, jetzt koche ich und Dod badet.

Mir tut alles weh, ich hab das ungeheure Bedürfnis massenweise zu fressen… ich hab einfach Schiss.

Angst, dass ich das Studium nicht wuppe, Angst den Haushalt nicht zu wuppen, Angst, dass Simon das zuviel wird. Er ist im Moment sobald er bei mir ist totaaaal klettig – ich hoffe, dass gibt sich wieder, dann geben sich auch meine Zweifel.

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