2.3.:

ihre erste frage war nach meiner Erfahrung. ich meinte dann im ersten Satz, sie soll mich als blutigen Anfänger behandeln und hab dann danach ausgepackt mit 4 Jahren Chor und so. Das fiel mir am Anfang garnicht ein. wir haben dann nach einem kurzen Blättern durch meine Liedermappe begonnen mit Atemübungen (sch-sch-sch / ß-sch-ß-sch/ p-t-k-p-t-k- ptk-ptk-ptk-ptk) sie war etwas überrascht, dass ich erstens wusste wie es geht und dann auch noch bemerkt habe wenn ich es falsch gemacht habe
Sie hat mir dann aufgetragen die Übungen für jedes Mal 5 Minuten drei Mal täglich zu üben

dann ging sie ans Klavier und ich hab das nervöse kichern angefangen. Ich hatte sonen schiss, den Ton nicht zu treffen, dass ich gleichzeitig gelacht und geheult habe

Sie hat die Übungen dann mit mir zusammen gesungen. wenn sie aber nicht zumindest den ersten Ton mitgesungen hat hab ich angefangen zu kichern statt zu singen. Mit der Zeit ging das aber immer besser…

Wir haben dann Tonleitern in MMMM gesummt – und ich konnte irgendwann nicht mehr tiefer vom Gefühl her – aber sie meinte, dass ich noch mindestens 1 oder 2 Noten tiefer auf jeden Fall kann – ich wüsste es nur noch nicht. Meine Stimme sei noch so voll, da sei noch einiges drin. Nach oben dann das selbe Spiel. Sie hat dann nach dem Wechsel der Töne (jo-jo-jo (offenes O)) einfach höher angefangen, ich hab es nicht gemerkt und spontan mitgesungen – ich kann dann wohl doch noch höher Wenn ich von unten komme habe ich Probleme in die Kopfstimme zu kommen weil ich zu viel Nachdenke . Von oben nach unten, also Wechsel von Kopf in Bauch oder wie auch immer sie heißt-Stimme geht es Problemlos. Ab einer gewissen Höhe oder tiefe höre ich da nur keinen Unterschied mehr. Sie meinte aber, dass man den Unterschied aber noch hört Außerdem meinte sie, dass ich die Töne definitiv treffe, das war ja immer meine größte Sorge, dass ich die Töne nicht treffe die die Welt da vorsingt/vorspielt

Sie wollte, dass ich ihr noch ein Lied vorsinge, zu dem ich die Akkorde habe (sie kennt die alle nicht, ist das zu fassen *lach*) und ich hab ihr den Roten Wein vorgesungen – und sie meinte, entweder ich muss beim singen ein gutes Stück höher, oder ein kleines Stück tiefer, ich hab mich dann für höher entschieden .

Zum nächsten Mal bringe ich ihr dann von den ein zwei drei Liedern die ich gerne als erstes richtig gut können möchte die Akkorde und Klangbeispiele mit, und dann schauen wir mal weiter

Also, arbeiten wir am Selbstvertrauen und am Gesang – beides zusammen wird sich hoffentlich zum Airikas Traum verbessert haben.

09.03.:

so, heute ging es weiter

erstmal mit zwei weiteren Übungen für die Atmung (tsch tsch tsch mit viel Druck und pssssssssss (scharfes s so lang wie möglich) die soll ich mit aufnehmen in die Übungen, das eine zum Muskeln Stärken, das andere um die Ausdauer zu stärken. oder so. Sie hat mir angeboten die Stunde mal aufzunehmen, dieses Mal habe ich es noch verneint, vielleicht mache ich das nächstes Mal mal

danach haben wir Tonleiten gesungen, bzw. erstmal gebblubbert… wenn man die Lippen so vibrieren lässt und damit die Tonleitern quasi brummt kann man merken wo die Stütze weg bleibt weil es da aufhört zu vibrieren
dann die üblichen Verdächtigen (m – jO – jubel um dann mit juuuujaaaa und jaaaajuuuu weiter zu machen (um den Wechsel zwischen Kopfstimme und Bauch/Bruststimme zu üben. da hab ich ja aaaarge Probleme bei)

danach habe ich den roten Wein im Becher nochmal gesungen, und sie meinte, das sei doch super, dann habe ich erzählt, dass ich von dem einen Lied aber schon wieder im Hals spüre, dass da was angestrengt ist. Also hat sie mich das Lied blubbern – vibrieren- wie auch immer lassen, und wir haben die Stellen gefunden an denen mir die Stütze wegbleibt. Ausserdem muss ich mir angewöhnen nicht so leise zu singen (und meinen Mund/Kopf mehr zu öffnen). Sie meinte, meine Stimme hat von Haus aus so ein Volumen, dass ich den Kehlkopf verkrampfe wenn ich „Zimmerlautstärke“ singe und meine Halsschmerzen nach dem Singen davon kommen könnten. Nun muss ich mich das nur noch auch vor Publikum trauen *lach* Aber das könnte natürlich echt der Grund sein, warum ich ständig Halsschmerzen habe. Ich versuche einfach leiser zu singen als es gut für mich ist (Ich hoffe mit zunehmender Technik kann ich dann auch leise singen, sonst kriege ich auf Partys ein Problem weil sich die Nachbarn beschweren *lach*). Außerdem hat sie bei den Tonleitern mal wieder bestätigt, dass ich die Töne auch dann noch treffe wenn ich da keinen Unterschied mehr rausspüre und nicht mehr höre ob das richtig oder falsch ist . Ich muss also lernen in meine Stimme zu vertrauen, auch wenn es hoch oder tief geht.

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