früher hatte ich eine Strategie.

Wenns mir scheisse geht, ich mich in Selbstmitleid suhle und einfach tief gefallen bin, dann bleibe ich da. ich lebe es aus, ziehe mich zurück aus der Welt und nach ein paar Wochen bin ich wieder da und es geht mir halbwegs gut.

Das geht so leider nicht mehr. ich kann mich weder tagsüber komplett in mich zurück ziehen und in meiner Gedankenwelt leben, wie ich es zur Schulzeit gemacht habe (in Gedankenwelten kann man auch am Schultisch leben, aber leider nicht auf der arbeit) noch kann ich mich einfach zurückziehen und niemanden (nur leute die mir sehr nahe stehen ) sehen, wie es zu Zeiten meiner Arbeitslosigkeit ging.  Ich habe einen Job, ich habe eine Familie, und ich kann es mir nicht leisten eines davon (noch mehr) zu vernachlässigen.

Ich habe also nur die andere Möglichkeit. Zähne zusammenbeissen, Depression wegschieben und funktionieren. Das geht nur leider nicht unbegrenzt. Die Löcher kommen schneller, werden tiefer, und irgendwann werde ich es nicht mehr einfach wegdrücken können. Ich suche verzweifelt nach alternativen, aber da medikamente keine Alternative sind hänge ich in der Luft. Heule bei jeder Kleinigkeit und gefährde damit meine beziehung und alles Mögliche andere.

Mal sehen was es dieses Mal wird…

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