Archive for Juli 2013

Betreuungsgeld – lachhaft

Geschickt gemacht liebe Bundesregierung! 

Ab dem 1. August 2013 soll man für seine zuhause betreuten Kinder Betreuungsgeld beantragen können.  Derzeit liest man in jeder Zeitung, dass noch so wenig Anträge eingegangen seien. Ich rechnete mir kurz hohe Chancen aus, das für Laura beantragen zu können, Schließlich lasse ich sie nicht in einer Kita oder von einer Tagesmutter betreuen. Und da keiner weiß wo man diesen Antrag zu stellen hat (da fallen die ersten Anträge weg von Leuten die es brauchen könnten), habe ich kurz gegoogelt und dabei herausgefunden, dass in Schleswig Holstein das

 Landesamt für soziale Dienste für die Bearbeitung der Anträge auf Betreuungsgeld zuständig

ist. (Quelle: http://www.schleswig-holstein.de/LASD/DE/KinderUndEltern/Betreuungsgeld/Betreuungsgeld_node.html vom 26.07.2013 – 7:49)

Auf deren Webseite findet man dann spannende Informationen. zum Beispiel, dass nur Eltern, deren Kinder _nach_ dem 1.8.2013 geboren wurden ein Anrecht auf dieses Geld haben. Und, dass diese Kinder aber 15 Monate alt sein müssten, um ein Anrecht zu haben. Wann also wird der erste Antrag durchkommen auf Betreuungsgeld? Vor dem 1.Oktober 2013 kann gar kein Kind die notwendigen Voraussetzungen für dieses ach so hochgejubelte Betreuungsgeld erfüllen. Aber man hat ja ein Betreuungsgeld eingeführt, das wahrscheinlich nach 2 Monaten wieder eingestampft wird, weil es ja eh keiner Beantragt hat… 

Leider wird das alles untergehen weil irgendwelche „Royals“ ihre Babys bekommen, weil wir sowieso alle abgehört werden und was weiß ich. 

Kurioses am morgen danach

heute Nacht musste ich um 3 Uhr aufstehen, weil aus Simons Zimmer (links von uns) the Cure mit Friday I’m in love dudelte. Die Tür war zu, im Zimmer Disco und Simon schlief. Rechts von uns ist Lauras Zimmer, und die lag im Bett und sang, so wie zweijährige eben singen, lautstark mit.

Ist das jetzt gute oder schlechte Erziehung?

(zu lang für twitter, zu kurz fürs Blog, egal, kommt trotzdem ins Blog 🙂 )

Ungedrosseltes Internet

Der Dod hat einen Auftrag an Land gezogen, bei dem es um viel Geld geht, der aber auch viel Internet(Volumen/Traffic) braucht.

Da wir bisher hier in der Einöde nur LTE hatten, und das zwar eine tolle Bandbreite liefert, aber selbst ohne Rechner-Installationen schon mit unseren 30 GB freiem Traffic Probleme hatten, musste etwas anderes her.

DSL fiel aus, da die Leitung hier her mehr als wackelig ist, und nichtmal unser Telefon (!) dauerhaft funktioniert. Im Ernst, wenn ihr versucht hier auf dem Festnetz anzurufen, und es ist „kein Anschluss unter dieser Nummer“ – ruft 5 Minuten später nochmal an 😀 . Internet via Satellit fällt aus, so dachten wir, weil es bezahlbar nur ginge, wenn Wir zum Upload eine andere Möglichkeit (Telefonleitung z.B. ) nehmen. Internet per Kabel geht hier nicht, weil im kompletten Dorf kein Kabel liegt. Per Stromnetz wird hier auch nicht geliefert. Wir waren ernsthaft am überlegen, ob wir Freunde im 5km entfernten Nachbardorf anzapfen, bei denen liegt nämlich Glasfaser. Nur leider wären weder Richtfunkantennen noch Kabel in die Erde buddeln sonderlich Zielführend gewesen 😀 .

 

Vor einem Monat wurden wir dann darauf hingewiesen, dass Sateliten-Internet nun auch mit Up- und Download über Satelliten bezahlbar geworden ist. Wir haben also zügig bestellt, zumal der Vertrag monatlich kündbar ist, Und haben verzweifelt auf die Hardware gewartet. Als diese kam habe ich mich heldenhaft der Kinder entledigt (sprich, die Oma angerufen, sie möge die Kinder betreuen) und mich an den Zusammenbau der Komponenten gemacht. Zusammenbauen ging mit ordentlichem Werkzeug (eine Knarre! ganz wichtig) und IKEA-Möbel-Erfahrung ganz gut. Anbringen ging mit Unterstützung des Mannes auch. Aber ausrichten ließ sich das Dings beim besten Willen nicht. Die Kinder haben gelitten, haben wir ihnen doch das Abendliche Fernsehen dafür gekappt, und wir machten weiter wie bisher. Der Dod arbeitete, die ‚braxa versuchte Netz zu sparen. Keine Youtube Videos, keine Musik aus dem Internet und so weiter. Die CD-Sammlung wurde reaktiviert bei unserem Einzug. 3 oder 4 Tage lang versuchte ich die Satelliten-Schüssel korrekt auszurichten, bevor ich aufgab, und wir in den sauren Apfel bissen und einen Fernseh-techniker kommen ließen. Die von der Firma empfohlenen verlangten alle so um die 150 Euro für das ausrichten der Schüssel. Der Fernsehtechniker sagte „64 € pro Stunde, und wenn die Schüssel schon hängt, geht es schnell“. Also versuchten wir es. Und siehe da, nach etwas weniger als einer Stunde hatten wir Internet.

Dank unserer grandiosen Vermieters, der alles lieber qualitativ hochwertig baut, brauchten wir noch nicht einmal ein neues Kabel legen, sondern konnten eines der Fernseh-Kabel abzwacken, die sind nämlich ausreichend geschirmt, dass trotzdem noch genug Daten im Hauswirtschaftsraum ankommen. Und so können wir endlich wieder Serien streamen (wir haben schließlich ein Lovefilm-Abo), Musik aus dem Netz hören, und Youtube-Links anklicken ohne schlechtes Gewissen. Ihr ahnt gar nicht, was das für eine Erleichterung ist, wenn man vorher immer daran denken musste, dass 10 GB Traffic bei der Teledoof 15 Euro! kosten wenn man seine 30 aufgebraucht hat.

 

 

Freizeitgestaltung

Ich habe zur Zeit relativ wenig Freizeit. Das ist gewöhnungsbedürftig. Allerdings führt es dazu, dass ich meine Freizeit seltener vor dem Rechner verbringe, sondern lieber lese (siehe die zuletzt gelesen Liste unter den Seiten), Serien schaue oder Bass spiele. Oder mit Freunden Rollenspiel spiele, Guitar Hero spiele oder mich einfach so treffe.

 

Stricken tue ich im Moment kaum, da ich einfach nicht die Zeit und Ruhe finde. Im Moment ist es so, dass man beim stricken zu gut denken kann, und denken geht gerade gar nicht denn dann müsste man sich ja Sorgen machen 😉 .

Aber alles in allem gibt es mich noch, mir geht es gut, und ab und zu (immer noch mehrfach täglich) schaue ich auch ins Netz, aber die Zeit zum selber was schreiben, die fehlt meistens. Also schicke ich liebe Grüße an alle in den Weiten des WWW und winke mal in die Runde.