Archive for Juli 2015

17 Jahre

Ohne es jetzt überprüft zu haben 🙂

17 Jahre meines Lebens war mir, mehr oder weniger, bewusst, dass ich anders bin als viele. Eigentlich nicht direkt ab der Geburt, aber im Kindergarten schon 🙂

In meiner Jugend hatte ich einen, nein eigentlich zwei, ziemlich wilde Frendeskreise, aber von Relevanz ist heute der mit Anna, Björn, Jenny, und den vielen anderen 😉 wir haben ziemlich viel herum probiert miteinander, und so manche Gedankliche Grenzen in unseren Zelten und Zimmern überschritten. Ich habe mich vorher, schon ab etwa 12, immer wieder gefragt, wer, was, und wie ich eigentlich bin. Anfangs verwirrt, weil es doch nicht sein könnte, dass ich Frauen anziehend fand, später, weil es doch irgendwie nicht sein könnte, dass ich quasi „weder Fisch noch Fleisch“ war, also weder nur Jungs, noch nur Mädchen anziehend fand, sondern beide Geschlechter. mit 17 war mir dann schlussendlich klar, dass ich wohl doch Bisexuell bin 🙂
Ich ging vor Aufgeregt zu meinem damals besten Kumpel Björn, um ihm diese bahnbrechende Erkenntnis mitzuteilen, und er grinste und sagte „das weiß ich doch schon längst“ 🙂

Ich war damals 17, das ist jetzt 17 Jahre her. Das ist doch ein guter Zeitpunkt, um mit meinen Freunden zu meinem ersten CSD nach Hamburg zu fahren, oder?

Vielleicht denke ich zwischendurch nochmal an die paar Frauen, die es in meinem Leben gab, und grinse etwas in mich hinein 🙂

Edit: die Wirrungen um „ich wäre so gern ein Junge“ und viele andere spannende Geschichten tolle Menschen habe ich mal ausgelassen, weil ich das hier auf dem Tablet schreibe, und meine Gedanken dazu viel zu verworren sind und ich eh die hälfte vergessen würde 😉

Blogparade: „Mein Körper und ich“

mein Körper und ich, wir haben ein etwas angespanntes Verhältnis 😉

Ich nehme ihm übel, dass ich nicht mehr so jung und knackig bin wie vor 20 Jahren (über 1,80m bei 63 kg) , er nimmt mir das selbe übel 🙂

Seit ich 16 war und nicht mehr täglich mit dem Rad zur Schule fuhr und sonst wo hin, sondern eine Enduro unter meinem Hintern hatte, habe ich im Prinzip kontinuierlich zugenommen. erst wog ich 70-75kg, dann ging das immer so weiter. Als ich zuhause auszog war ich bei etwa 80 und einige Jahre später schon bei 90 Kilogramm. Wohl fühlte ich mich mit meinem Gewicht das letzte Mal als ich noch bei knapp 70 Kilo war, da hatte ich dann andere Baustellen.

Ich nahm mir damals vor, wenn ich die 100 jemals knacke höre ich auf zu essen, und werde magersüchtig. ich weiß, kack Gedanke, aber das war damals so. Als ich das erste Mal eine dreistellige Summe auf meiner Waage sah hielt ich gerade den positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Da war nichts mit abnehmen 😉 die Devise war – nicht zunehmen 😉

Nach der Geburt war alles stressig und ich stillte ja,also konnte ich futtern 😉 Nach dem Abstillen futterte ich weiter. Ich habe mich zwischendurch zumindest auf 106 kg runter gekämpft gehabt, dann kam die zweite Schwangerschaft, wieder mit der Hoffnung nicht zu viel zu zu nehmen, allerdings deutlich gescheitert. Das Endgewicht lag bei 120kg. Die erreichte ich nachdem ich nicht mehr stillte ganz schnell wieder. Und wieder, und wieder und wieder 😉

Mittlerweile sehe ich einfach nurnoch zu, dass es nicht mehr als diese 120 kg werden. Ich habe mir eingestanden (durch das nähen), dass mir Kleidergröße 50 einfach besser passt und seltener vom Hintern rutscht als Kleidergröße 48, Aber gut aussehend finde ich mich meistens nicht. Meistens finde ich mich viel zu dick, viel zu viel Bauch bei viel zu wenig Brust und überhaupt.

Ich weiß, dass ich um weniger Probleme mit Knien, Organen etc zu haben eigentlich abnehmen müsste, aber solange wieder mit dem rauchen anfangen als Stress-Kompensation nicht zur Verfügung steht, brauche ich das gerade. Ich mache Sport, ich versuche mich gesund zu ernähren, seit neuestem trinke ich sogar häufig genug, das muss an Veränderungen erstmal reichen.

Manchmal finde ich mich ok, manchmal richtig schlimm, ab und zu sogar richtig gut, jedenfalls wenn ich nicht in den Spiegel schaue. Wenn ich in den Spiegel schaue, oder Bilder von mir sehe möchte ich schreiend weglaufen. Ich zeige euch trotzdem welche 😉

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Ich habe auch entschlossen, dass mich „ich bin zu dick“ nicht abhalten soll von Spaß. Ich gehe trotzdem mit meinen Kindern ins Schwimmbad, ich trage trotzdem Röcke und kurze Hosen, und versuche Spaß zu haben. Mit Menschen, die ich kenne geht das richtig gut, bei Menschen die ich noch nicht kenne denke ich vor dem ersten Treffen sehr oft, und auch währenddessen häufig – ohgott, ich sehe so gruselig aus, die anderen werden auch finden. Das Problem mit dem Selbstbewusstsein 😉 Ich arbeite dran, ich hoffe, dass es sich irgendwann bessert, bis dahin versuche ich es einfach trotzdem 😉

So Aktionen wie die Ringelmiezsche #FreiheitfürdieBeine oder diese Blogparade helfen dabei. Da sind mehr Frauen wie ich, von denen ich sogar sagen würde, sie sehen toll aus und sind hübsch, die tragen die selbe Kleidergröße wie ich, die kämpfen den selben Kampf (oder noch viel Größere weil andere Probleme) , und versuchen sich nicht unterkriegen zu lassen 😉