Archive for August 2016

Abnehm-lust und Abnehm-frust

Ich wollte mich nicht an Zahlen fest machen. Aber irgendwie tue ich es doch.

 

Da ich selber die Veränderung nicht sehe (-14,irgendwas Kilo seit November 2015) muss ich es ja an Zahlen fest machen.

Überhaupt vergleiche ich zu viel. Statt mich zu freuen, dass ich mittlerweile eine halbe Stunde durch joggen kann und mich dafür nur am Anfang etwas überwinden muss, ärgere ich mich, dass ich so langsam bin. Dabei ist das klasse. Früher, mit noch weniger auf den Knochen als heute, konnte ich nicht mal 2 Minuten am Stück joggen ohne Seitenstechen. Ich habe also super Fortschritte gemacht, die ich selber aber weiterhin irgendwie nicht verinnerlicht habe. Das ist unpraktisch.

Da ich, um meine zickige Leber zu schonen, mit einem recht geringen Kaloriendefizit arbeite beim Abnehmen dauert das auch laaaange. Ausserdem ist das der einzige Weg wie ich nicht nach ein paar Kilos alles wieder drauf futtere. Dafür nimmt mein Körper jetzt jedes Kilo mindestens 3-4 Mal ab, bevor das nächste Kilo dran kommt. Das nervt abartig. Um es mal mit konkreten Zahlen auszudrücken, zwei Monate lang pendelte mein Gewicht irgendwo zwischen 106,3 und 107,3 kg. Dann war irgendwas anders, innerhalb einer Woche lag mein Gewicht bei 105,2 kg. Seitdem pendelt es zwischen 105,2 und 106,5 kg. Das nervt. Das geht schon so seit die ersten paar Kilos runter sind. Ich habe letzte Woche mal den Schrittzähler entkoppelt um zu schauen ob es ohne die kcal vom Schrittzähler besser geht, aber erstens fehlt mir dann die Bewegungsmotivation und zweitens finde ich die kcal die ich dann habe schon wieder echt schwer einzuhalten. Ich habe den Schrittzähler jetzt doch wieder mit MFP gekoppelt seit gestern. Werde aber zusehen, dass ich die kcal die mir meine Bewegung dazu rechnet nurnoch zur Hälfte bis 2/3 aufesse. So wie es eben passt. Alles in allem ist mein Selbstbild aber immernoch dick und rund und unsportlich, auch wenn die Realität anders aussieht (wie mir meine Umwelt sagt 😉 ) Gibt es da Erfahrungswerte, wie lange das dauert, bis das Hirn nach kommt?

 

 

Psychoarbeit

Wie die letzten Abnehm-versuche auch ist zusammen mit dem Abnehmen ganz viel Psycho-Arbeit zu leisten.

Da ich vor habe, dieses mal tatsächlich dünn, sportlich und dazu auch noch geistig heile(r) zu werden, muss ich ab und zu ein wenig analysieren. Warum reagiere ich wie ich reagiere, was macht, dass ich mich gestresst fühle oder unwohl oder was „tolles“ will/brauche.

 

Im Zuge dessen habe ich heute für mich festgestellt, dass ich mir immer noch zu viele Sorgen mache. Mir selber zu viel Verantwortung gebe. Und die Dinge die erledigt werden müssen immer noch gerne vor mir her schiebe, in der Hoffnung, dass sich Kram von alleine erledigt. Dadurch werden die Sorgen aber oft noch größer, weil sich in meinem Hirn dann die ToDoListen stapeln. Und entspannen kann ich auch nicht, wenn da die Liste die ganze Zeit im Kopf rumwirbelt. Entspannung brauche ich aber.

Auf meiner derzeitigen Liste stehen zum Beispiel:

  • Antrag auf Kindergarten-kosten-befreiung fertig machen
  • SteuerPapierkram fertig machen der nachgereicht werden muss
  • Rechnungen bezahlen (haha, wovon?)
  • Anträge ans Jugendamt abschicken (habe ich direkt mal getan und mit einem Spaziergang mit dem Liebsten verbunden)
  • Haushalt Haushalt Haushalt. im Prinzip müsste ich täglich aufräumen. Und Wäsche waschen und putzen und was im Garten machen und waaaaaggghhhhh!
  • Klamotten reparieren
  • Den Zaun zu Ende abschleifen und anmalen

 

Letztenendes bleibt nur, alles Stückchenweise machen. Aufpassen, dass man nicht untergeht.

Heute habe ich das Zeug das seit 1,5 Jahren im Schlafzimmer steht zum Verkauf bei den ebay Kleinanzeigen reingestellt. damit verschwindet dann ein Ding von meiner ToDoListe, dass da schon ewig drauf steht.

 

In einer Woche ist mein Urlaub zu Ende. mal gucken, was ich bis dahin noch schaffe. Mein Hauptpunkt muss in dieser Woche allerdings sein:

keine Sorgen machen über Dinge, die nicht aktuell sind.

Ich sorge mich im Moment nämlich ständig. Und oft auch über Dinge, die noch ewig weit in der Zukunft liegen. Oder einen noch gar nicht festen Termin haben. Oder wo ich noch gar keine genaueren Informationen habe ob es überhaupt ein Problem ist. Das muss ich üben.