Gorn ist eines der Spiele, die meine Familie hier anschleppte. Wie so viele ist es mal wieder ein Early-Access Spiel, dieses Mal vom Publisher Devolver, es kommt also noch regelmäßig zu Neuerungen.

Gorn ist ein Gladiatorenspiel mit reichlich überzeichneter Comic-Grafik. Die Gladiatoren haben riesige Oberkörper und Köpfe und echt winzige Stummelbeichen. Man bekämpft entweder in der Arena immer schwieriger werdende Gegner und kann dabei neue Waffen freischalten oder man kämpft im Endless Mode, bis man von den Gegnern besiegt wird. Man kann den Gegnern ihre Waffen abnehmen, mit den Fäusten kämpfen oder die Körper der Gegner als Waffen und Schild benutzen. Je nachdem wie stark man zuschlägt macht man mehr oder weniger Schaden. Das Spiel verfügt über eine echt coole Physik und Kampf-engine die den Spielspaß enorm fördert. Durch die Comicgrafik ist einem beim Spielen die ganze Zeit klar, dass man da nur Pixel zerstört, was das Spiel für mich überhaupt erst spielbar macht. Im Zweifel kann man den Pinjata Mode aktivieren, dann verlieren die Gladiatoren statt knallroter kreisrunder Blutmassen Lollis und Bonbons.

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Gladiator im Angriff – Bildquelle: Pressekit von Freelives 

Bewegt wird sich in dem Spiel durch das Bewegen der Arme mit gleichzeitigem drücken der großen mittleren Knöpfe. Man kann sich natürlich in seinem Raum auch mit laufen bewegen, aber die komplette Arena kann man damit nicht abdecken. Da mir beim laufen per Kontroller recht schnell flau wird bleibe ich einfach in dem Bewegungsraum den das Wohnzimmer bietet und lasse die Gegner zu mir kommen. Das funktioniert relativ gut. Allerdings muss man am Rande seines Spielfeldes dann aufpassen, dass man auch beim zuschlagen nicht außerhalb des Bereiches landet, sonst schlägt man mit voller Kraft gegen die Wand/auf den Tisch oder den Zuschauer. Es lässt sich trotzdem gut spielen, auch wenn man bei komischen Bewegungsarten schnell an Motion Sickness leidet.  Besonders mit Kumpels, mit denen man sich abwechselt hat dieses Spiel einen sehr hohen Spaßfaktor.

Man kann in dem Spiel super Dampf ablassen, und, wie es bei VR Spielen mittlerweile üblich ist, jede Menge verrückte Dinge ausprobieren. Nach ein paar Runden ist man tüchtig durchgeschwitzt. Für einen trainierten Boxer/Ringer/whatever ist das Spiel sicher nichts, das ist auch gar nicht was das Spiel möchte. Für den Otto-normal-Gamer Ist das Spiel eine Herausforderung und auch als sportlicher Aktivität zu werten.

Auch wenn ich Gewalt gegen Menschen ablehne und solche Spiele mir eigentlich keinen Spaß machen, Gorn spielt in einer anderen Liga. Es ist ein Spiel, dem man einfach mal eine Chance geben sollte. Von außen sieht es strange aus und man kann sich nicht vorstellen, dass dieser gewalttätige Kram Spaß machen soll. Dann probiert man es aus und es bringt einfach Spaß.

Die 19,99 Euro die das Spiel bei Steam aktuell kostet würde ich wohl nicht investieren, die Jungs im Haushalt allerdings garantiert schon :D.