Posts from the ‘‚braxa herself’ Category

paar viele Baustellen? kann ich :D

Ich habe im Moment ein paar zu viele Baustellen offen. Das ist doof, aber gerade nicht zu ändern, es hat sich so ergeben 🙂

Momentan ist alles im Umbruch, aber noch niemand weiß so Recht wohin die Reise so geht.

Ich hatte den heroischen Plan zum 1.8. oder 1.9. einen neuen Job, wieder als Informatiker zu starten. Die Tagesmutter Sache ist fertig. Die Gründe sind wurscht.

Leider habe ich bisher nicht so viel Erfolg wie ich erhofft hatte. Die meisten Firmen scheuen sich jemanden einzustellen, der so lange „raus“ aus dem Job ist, bzw. eben nicht belegen kann, dass zumindest der Stand von damals noch da ist wenn auch die ganzen neuen Entwicklungen nicht (nur zum Teil)  mitgemacht wurden.

Da ich noch nicht so recht weiß in welche Richtung es nun also geht versuche ich gerade mein Wissen aufzufrischen in Sachen Software-Entwicklung und Webdesign. Ich übe mich also mehr oder minder abwechselnd in C# und html/php/sql und was da noch so dran hängt.

Und weil das ganze so einen Spaß macht habe ich kurz bevor mit der Tagespflege alles über Kopf ging entschieden gehabt, dass ich beginne Informatik nebenberuflich zu studieren um spätestens in 6 Jahren wieder einen Informatiker-Job zu haben.

Sollte das jetzt also nicht klappen einen Job als Programmierer oder was auch immer zu bekommen (Ich soll auch schon mal Server betreut haben erzählt man sich) kann ich mir theoretisch auch einen Job als „irgendwas“ suchen. Well. Für das Studium mache ich auf jeden Fall gerade noch den Mathe Vorkurs, das zu lernende erhöht sich also um Mathe.

Ach, solange ich noch keinen Job habe muss ich natürlich Bewerbungen schreiben, denn zum 1.8. ist definitiv Ende Gelände mit der Tagespflege und auch wenn es sicherlich ganz fein ist die Sommerferien mit den Kindern verbringen zu können, spätestens zum 1.9. hätte ich dann doch gerne wieder einen Job.

Und so nutze ich meine Abende gerade für all das.  Sport und Musik fallen gerade aus, weil ich mich nicht dazu durchringen kann meine wertvolle wenige Zeit auch noch dafür zu nutzen, weil eben, ein Job ist wichtiger.  Ist vielleicht nicht so klug.  Ich glaube, das sollte ich wieder ändern.

Ich werde Mitte/Ende August zwei Wochen in Bremen residieren (sollte ich bis dahin keinen Job haben), und dort an der informatica feminale teilnehmen, dann habe ich weitere hübsche Zettel, dass ich was kann. Die Kurse die ich belegt habe sind

Agile Softwareentwicklung – Scrum und Kanban

NET-Oberflächen mit C# und WPF

Virtual Reality für alle!

Außerdem versuche ich bei den Firmen die mich wirklich interessieren wenigstens einen Praktikumsplatz zu bekommen, um danach ein Zeugnis zu bekommen in dem steht „die braxa kann wohl was – bäh!“ 🙂  – Oder im Idealfall damit dafür zu sorgen, dass die beim nächsten mal wo eine Stelle zu besetzen ist an mich denken 😉

Wir werden sehen – Insgesamt ist es auf jeden Fall im Moment ein riesen Berg vor dem ich stehe, und der irgendwie bewältigt werden will.  Jedenfalls die nächsten 5 Wochen werden haarig, es sei denn ich finde einen Job und weiß worauf ich mich konzentrieren kann/soll/darf 😉

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ab in die Virtual Reality – Einleitung und Audioshield VR

Wir haben in den letzten Jahren so einige VR-Lösungen angeschafft und haben uns dabei immer wieder verbessert. Angefangen mit dem Samsung Galaxy S6 und dem Samsung Gear VR, weiter ging es mit der Playstation VR und mittlerweile haben wir hier auch noch eine HTC Vive stehen 🙂

 

Ich mag das Konzept der VR – eine „Brille“ aufsetzen, und dann interaktive Spiele spielen in denen man sich bewegen muss um weiter zu kommen.

Auch wenn ich bei den ersten Apps auf der Gear VR noch ziemlich krass an motion sickness (Quasi Seekrankheit/Reisekrankheit) litt und immer nur kurz unter das Teil konnte, so hat sich da doch einiges getan in den letzten Jahren. Solange ich aufpasse, dass ich nicht gerade Achterbahn (VR Theme Park VR – gaaanz gruselig) fahren will kann ich eigentlich alles spielen was ich möchte.

 

Die Vive haben wir recht neu, also testen wir uns gerade durch eine Menge Spiele. Während Simon und der Liebste eher auf Kämpf-spiele stehen, Samurai-Dingse (Sairento VR), Schiess-Spiele (John Wick  Chronicles oder auch Sairento VR), Lichtschwert-kämpfe (Lightblade VR) und so, mag ich die Spiele bei denen man nicht kämpft. In den Spielen wo man kämpfen muss bin ich nämlich unfassbar schlecht :D. Laura und Simon lieben ansonsten den Job-Simulator.

 

Gestern habe ich Audioshield VR ausgetestet und muss sagen – das macht richtig Spaß 😉

Der ultimative Vorteil ist, dass man das Spiel mit seiner eigenen Musiksammlung spielt. Man wählt ein Lied aus, und dann kommen im Rhythmus/anhand der Melodie Farbstrahlen/Bälle auf einen zu. Die muss man mit den zuvor ausgewählten Schilden abwehren und tanzt/bewegt sich so ziemlich viel. Je nachdem wie schnell das Lied ist kommt man dabei ordentlich ins schwitzen. Nach einem Lied kann man sehen, wie artistisch man war, wie viele Noten man getroffen hat, und wer dieses Lied schon mal gespielt hat 🙂

Man kann bei diesem Spiel nicht sterben, aber sich natürlich verbessern oder verschlechtern. Optisch ist es auch als Zuschauer hübsch anzuschauen und der „Ich will nochmal“ Faktor ist ziemlich hoch, weil man recht schnell in einen Flow kommt und die Visualisierung der Musik Beeindruckend hübsch ist.

Nach dem Lied kann man entweder das nächste Lied auswählen und direkt weiter machen, oder man gibt die Brille an das nächste Familienmitglied weiter, das dann sein Glück versuchen darf. Dadurch, dass man mit der eigenen Musiksammlung spielt, kann man die Lieder so anpassen, dass sie auch auf Kinder passen. So ganz nebenbei entwickelt man ein Gefühl für Rhythmus und erhöht die Koordination. Dadurch, dass die Schilde zwei unterschiedliche Farben haben und man die Bälle jeweils nur mit dem passenden Schild abwehren kann und nicht zwingend immer die Bälle auch da ankommen wo man sie erwartet.

 

Insgesamt ist Audioshield VR ein tolles Spiel für den Abend.

Wmdedgt – Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Jeden Monat am 5. sammelt Frau Brüllen Blogeinträge darüber was man so den ganzen Tag macht. Heute mache ich mal mit. Sie lesen, einen mehr oder minder repräsentativen Freitag 😀

 

5:30 mein Wecker klingelt. Ich bin ausgeschlafen aber habe keine Lust aufzustehen. Also mache ich eine Internetrunde im Bett

5:45 aufstehen, Bad und Kaffee vorbereiten

6:00 Simon wecken 1, danach Kaffee trinken und internetrunden

6:15 Simon wecken 2 und Laura wecken incl Klamotten rauslegen heute ausnahmsweise auch anziehen

6:30 Früüühstück für Laura und Simon. Ich schmiere derweil Lauras Brot und packe Joghurt und Apfel mit in den Rucksack

7:10 Kinder fertig mit Frühstücken, werden ins Bad gejagt

Ich wasche schnell ab

7:18 Simon anmaulen weil er nur so getan hat als würde er Zähne putzen, Kinder in die Klamotten jagen

7:20 Simon verlässt das Haus gen Schulbus

7:24 mit Laura im Auto zum Kindergarten. Ich bin faul

7:30 Laura abgegeben

7:35 kurz durchatmen, Wohnzimmerchaos lichten, Hände waschen, Zähne putzen,

7:55 oder so – erstes Kind vor der Tür. Begrüßen, ausziehen, Smalltalk mit der Mutter

danach Musik machen mit dem Zwergenkind, Auto spielen mit dem Zwergenkind, Malen mit dem Zwergenkind

9:00 Frühstück für das erste Zwergenkind und mich, das zweite Zwergenkind kommt und hat keine Lust schon was zu essen

danach Musik machen, Auto spielen, kurz mit Freundin telefonieren

10:30 erstes Zwergenkind wickeln und ins Bett stopfen

Frühstück fürs zweite Zwergenkind

11:00 zweites Zwergenkind ins Bett stopfen und ins eigene Bett schleichen. Heute habe ich eine kurze Pause 😀

11:50 Schwägerin schreibt wie es mit dem am Mittwoch verkauften Haus weitergeht – Es muss doch (entgegen dem was der Makler uns sagte)von allen Schrankinhalten und so befreit werden. Incl Keller und Dachboden. Das wird eine Heidenarbeit. Ich könnte ko… – auch lassen wir das. Die nächste Zeit ging dann mit Organisation drauf. Zwischendrin um

12:00 Laura vom Kindergarten abholen und weiter schreiben mit den Käufern und googlen und Lösungen suchen wie wir den Scheiß los werden.

13:00 die Zwerge sind mittlerweile wach, gewickelt, bespielt und Simon kommt aus der Schule. Es gibt vom Liebsten gekochtes Mittagessen

13:45 alle Kinder waschen, Geschirr abräumen, Zeugs

14:00 Alle Zwerge wurden abgeholt – Freitags ist mein kurzer Arbeitstag – jeah!

Abwaschen, aufräumen, was man so macht um das Wohnzimmer wochenendtauglich zu bekommen

15:00 entschlossen noch mal ins Haus zu fahren um einen Überblick zu erhalten was so getan werden muss. Freundin angetickert ob sie noch etwas braucht. Mit Freundin durchs Haus. Was da so rumfliegt ist der Wahnsinn

16:00 Auto beladen, Zeug zur Freundin gefahren, Rest mit heim genommen.

Der Rest bis 18:30 ist vergangen mit gammeln, Laura Abendessen machen, die erste Wochenend-Wäsche anwerfen, Müllabfuhrtermine googlen, Sozialkaufhaus googlen, den Liebsten kuscheln 😉

Heute Abend steht Sport, C# und Badewanne auf dem Plan. Ob ich den einhalte oder im bett gammel bis ich einschlafe ist fraglich 😀

Am liebsten würde ich zum Haus fahren und schonmal anfangen zu reißen, aber das ist kontraproduktiv, denn mein Körper und vor allem mein Kopf braucht die Ruhe. Auch weil mein Geist schon wieder brüllt, dass es zuviele Baustellen sind. Mit kaputtem Geschirrspüler, Haus das leer muss bis zum 31.5., und den allgemeinen Laura-&Simon-&Arbeit-Sorgen.

Aber – der Liebste hat heute Mittag den Conbeitrag fürs Airikas Traum überwiesen, wir fahren also dieses Jahr wieder dorthin in den Urlaub wenn nicht noch irgendwas dazwischen kommt 😀

von der Seele schreiben

Müdigkeits-Status: Ich versuchte dieses Blogposting in die Browser Adresszeile einzugeben statt auf die WordPress Seite zu gehen.- Und in diesem vorangegangenen Satz waren 5 Rechtschreibfehler. Ich hoffe ich habe alle gefunden.

 


 

Puha. Da wunderte ich mich eben, dass ich so erledigt bin nach diesem Tag, und fragte mich woran das liegt.  Dabei ist es kein Wunder, dass ich müde bin. Mir wurde für diese Woche eine Entscheidung zugesagt. Und nun warte ich auf die Bekanntgabe der Entscheidung und weiß nicht wie sie mir übermittelt wird.  Ich jeepere auf jede Email, warte den ganzen Tag auf die Post und renne zur Tür wenn es klingelt. Ich bin die ganze Zeit in der Nähe des Telefons und warte verzweifelt.  Mit jedem Tag den sich keiner meldet verzweifelter. Kurz gesagt: ich stehe gerade unter Strom.

Dazu habe ich gestern Abend die Entscheidung zugelassen, dass Laura jetzt nach H zur Schule gehen wird. Etwas womit ich psychisch echt zu knapsen habe. Aber es ist einfach sinnvoll, und Laura wird ihren Weg in H schon machen, und wenn die eine Lehrerin die meiner Meinung nach Leute vorverurteilt L dann anhand ihrer Erfahrungen bei S einstuft, dann springe ich ihr einfach mit dem Arsch ins Gesicht und dann ist gut.

Außerdem habe ich schon ein paar Tage latente Halsschmerzen. Ich weigere mich aber ganz krank zu werden, denn dann könnte ich ja wieder nicht laufen gehen 😉  Gestern war ich 5 km im Tageslicht laufen. Es war so toll. Eigentlich bräuchte ich das jeden zweiten Tag. Die Frage ist: Wo bekomme ich eine transportable Tageslichtlampe her in deren Lichtkegel ich laufen kann?  Da ich ja fremde Kinder hier habe von 8-17 Uhr, danach noch mit Simon Hausaufgaben machen muss, dann Abendessen für die Kids, dann ne kurze Pause und dann Laura ins Bett bringe bleibt nur Abends wenn Laura im Bett ist laufen.

Vielleicht war die Wahl einen Crosstrainer zu kaufen letztes Jahr doch nicht ideal. vielleicht hätte ich besser doch ein Laufband genommen. Aber das nimmt noch mehr Platz weg habe ich das Gefühl. Außerdem ist draußen laufen viel toller. Weil einen keiner rufen kann wenn er/sie/es was möchte. Voll gut, ganz alleine. Nur ich und meine Gedanken 😉

 

Unsere Nachbarn bauen gerade eine weitere Halle, leider aus Metall. Leider genau da hin, wo man noch die freien Felder und den Deich sehen konnte. Als ich das heute morgen gesehen habe, dass die das Ding ernsthaft genau so hin stellen, dass man genau drauf guckt hätte ich am liebsten geheult. Ich werde mich sicher dran gewöhnen, aber ich vermisse dieses Gefühl von Weite. Welch ein Luxusproblem. schließlich sind zwischen unserem (zum Glück nur gemieteten) Haus und der Halle 600m² Obstgarten und ein Bach und überhaupt. Aber ich werde die Aussicht trotzdem vermissen.

 

Oh, und der Liebste weiß diese Woche vor lauter Arbeit nicht wo ihm der Kopf steht.

 

Man könnte sagen, es ist alles etwas viel im Moment.

Jetzt wo ich das alles aufgeschrieben habe geht es mir besser. Vielleicht muss ich doch nicht gleich schon schlafen gehen 😉

 

 

 

Gitarre – Musik – immer mal wieder

Ich übe gerade das Stimmen meiner Gitarre nach Gehör.

Der Gedanke dahinter war, dass es sicher nicht schaden kann, wenn ich weiß wie die Töne klingen sollen wenn sie gleich sind. Wenn sie auch für mich immer unterschiedlich klingen.

Dazu mehrere Gedanken:

Zum einen ist meine Gitarre wohl nicht ganz (das ist uuuntertrieben 🙂 ) bundrein. Ich habe heute nach Stimmgerät gestimmt und danach die Töne verglichen so wie man sie beim Stimmen nach Gehör anschlagen würde. Das unterschied sich jeweils um ein „wenig“ ob das mit neuen Saiten weg geht? Oder ob meine Gitarre einfach mittlerweile so alt ist(und schon immer nicht die beste war), dass doch mal eine neue ran müsste würde ich das konkret weiter verfolgen/es mich irgendwann anfangen zu stören?

Aber selbst wenn das Stimmgerät sagt es sei der selbe Ton der da aus den zwei Saiten kommt -für mich klingen sie unterschiedlich. Sehr selten kann ich mal hören, dass die Töne gleich sind. Ich könnte auch nicht behaupten, dass die Töne sich ähnlich seien (Immerhin erkenne ich, dass sie vom selben Instrument kommen 😀 ). Noch schlimmer wird es wenn ich den Ton einer Gitarre und eines Klaviers vergleich soll. Die können gar nicht gleich klingen ;). Einen gesungenen Ton nachsingen kann ich eher als einen Ton auf dem Klavier zu hören und nachzusingen. Sind ja unterschiedliche Töne 🙂

Für mich schwebt da so jeder Ton einzeln im Raum herum, jeder ist anders, keiner gleich. Bin ich ein Ton-Legastheniker? Nur ungeschult? Taub? Letzteres wohl nicht, denn wenn da ein Ton „falsch“ (ungewohnt, nicht so wie er in dem Lied gehört, wie auch immer) ist wenn andere es singen kann ich das hören. Nur bei mir selber nicht.

Ich höre mich nicht so wie andere. Deswegen singe ich komplett nach Gefühl 😉 das klappt mal mehr, mal weniger gut 😀 je nachdem wie entspannt ich bin, wie gut es meiner Stimme gerade geht und überhaupt. Deswegen kann ich zum Beispiel aber auch nicht sagen, ob die von mir geschriebenen Lieder jedes Mal wenn ich singe die selbe Melodie haben- das macht es bestimmt spannend für Leute, die mal mitsingen wollen 😛

Nichts desdo trotz singe ich gerne, mache ich gerne Musik, höre ich gerne Musik und habe ich Freude an Musik. Solange sie nicht zu hoch und dabei laut wird. Dann muss ich mir schonmal die Ohren zu halten weil es weh tut 😀

Vielleicht ist mein Gehör (meine Gehör/Stimm-Kombination)  auch einfach nur ein Abbild von mir und mag das Chaos 🙂

Gehetzt? Stress?

Jadekompendium hat mich mit ihrem Blogpost den ich heute las sehr zum Nachdenken angeregt.
Was habe ich eigentlich davon, wenn ich mich so stresse? Genau gar nichts. Ich bin nicht schneller, ich bin nicht besser, ich bin nur genervt.

Das bin doch nicht ich, das ist doch so eine Arbeit-Mutter-Hausfrau Maschine. Zumindest an 6/7 Tagen die Woche würde ich behaupten. Und den siebten Tag liege ich dann platt im Bett und kann gar nichts mehr.

Ich würde das gerne ändern. Zurück zu der ruhigen entspannten abraxa, die ich irgendwann mal war. Zurück zu der Optimistin die ich irgendwo in meinem inneren immer noch bin. Zurück zu der freundlichen Frau die ich mal war. Vielleicht dabei sogar fröhlich 🙂

Im Prinzip habe ich nicht mehr Stress als andere Menschen. Ich habe nur meine Ruhe verloren und habe das Gefühl, keine Zeit mehr für mich zu haben. Das stimmt so aber gar nicht. Ich war nur die letzten Wochen Monate, vielleicht sogar Jahre, mal wieder auf der Flucht vor meinen Gedanken. Habe mir deswegen in den Zeiten in denen ich Zeit für mich hätte keine Zeit gelassen. Und mich dazu noch Stressen und nerven lassen von Dingen, die ich eh nicht ändern kann. Mal schauen, wie ich das wieder ändern kann. Laufen gehen hilft im Moment gut, aber ich kann ja nicht mitten am Tag im dicksten Trubel einfach laufen gehen 😀
Eventuell muss ich mir mal wieder ne Weile die sozialen Medien streichen. Eventuell geht es aber auch so. Ich versuche es erstmal mit sozialen Medien 😀

Morgen macht die Drehbrücke nebenan wieder auf, dann habe ich täglich 1,5-2 Stunden mehr Zeit die ich verplanen kann. das wird toll. endlich wieder zu Fuß oder mit dem Rad zum Kindergarten statt durch die nächste Stadt 😀

Alexandra Dichtler – Frei wie verkrüppelte Tauben

Zuerst ein paar Worte vorweg: Mein ganzes Leben schon laufen mir Menschen über den Weg, die „irgendwie“ anders sind. Früher hatte ich keine Schublade dafür, ich habe mir angewöhnt zu versuchen keine Schubladen zu nutzen. Heute würde die Welt sie wohl in die Schublade trans* stecken. Auf jeden Fall habe ich mich zwar nie so intensiv mit der Thematik beschäftigt, dass ich jetzt all die vielen Spielarten kennen würde oder sonstwie Literatur dazu gelesen hätte, aber zumindest hat mich das Thema schon immer irgendwie fasziniert. So wie es eben viele andere Themen auch tun. Kräuterkunde zum Beispiel, Autismus und Multiple Persönlichkeitsstörungen zum Beispiel, Punkmusik zum Beispiel. Das war jetzt eine willkürliche Auswahl 😀

 

Wenn dann eine meiner zur Zeit favorisierten Autorinnen einen Jugendroman schreibt, in dem die Hauptperson trans* ist, auch wenn das nicht das Hauptthema des Buches ist wenn ich das richtig verstanden habe, dann muss ich mir das natürlich kaufen und lesen 🙂 (nicht zuletzt um die Alex zu supporten)

 

Da ich nach Beendigung des Buches immer Probleme habe es zusammenzufasen und meine Gedankengänge festzuhalten, werde ich mal während des Lesens quasi mit-bloggen. Mal sehen, ob das leichter geht und wie es euch gefällt 😀

 

Der Prolog lässt mich atemlos zurück. Ich weiß nicht genau,ob das die Geburtsstunde von Romy ist, oder ein sich öfter wiederholendes Gefühl, aber es ist so eindrücklich beschrieben, dass ich emotional sofort einsteige(n muss). Romys Befreiungsschlag quasi, Der Entschluss, nicht mehr länger als Roman aushalten zu können.

erstes Kapitel: huch, aus Ticks Sicht. Tick ist Romys bester Freund und zumindest optisch ein Punk. Eine Stelle frisst sich ein

„Gestern ist unwichtig. Morgen erst recht.[…]Der Moment ist alles, das haben Tick und Romy schon immer so gesehen“

Einmal noch so unbeschwert im hier und jetzt verweilen, ohne immer ans gestern und morgen zu denken. Dabei habe ich das Vorrausplanen und „Was passiert wenn ich dieses und jenes mache“ Denken weitestgehend abgestellt. Teils mit fatalen Folgen *schiefgrins*.

 

zweites Kapitel: hah, alles voller Erinnerungen an meine Teenie Zeit 🙂 Ich bin mit 12 aus dem Feuerwehrzeltlager geflogen. wegen Bier und Kippen 😀

drittes Kapitel: Woah, ich brauche auch so ein Arschlochgesicht, wenn man damit nicht so leicht heult. Ich heule doch ständig… Zum Glück hat Romy ein Gespür, wie es Tick geht ❤ Die beiden sind ein tolles Team. (im Nachhinein will ich das Gesicht vielleicht doch nicht wenn ich sehe was die ganzen weggedrückten Emotionen mit Tick machen)

 

kapitel Nummer vier endet mit einem „ooohhh ohhh ob das jetzt klug ist?“

 

kapitel fünf: Woah Scheisse! Das Gefühl kenn ich… hoffentlich kommen die klar o.0

Meistens zieht das Leben einfach so vorbei, ohne dass er wirklich lebt.

geht uns das nicht oft so? mir zumindest.

 

kapitel sechs:

puha, das war harter Tobak. Mehr kann ich nicht schreiben ohne euch zu spoilern 😉

 

Ab hier hat es mich zu sehr mitgenommen, mitgerissen um noch parallel bloggen zu können.

Das Buch ist super. mitreißend. Es erzählt eine Geschichte mit wenig „realer“ Handlung (aber immer noch genug, dass es für ein Jugendbuch schon recht viel ist, es ist also eher was für ältere Jugendliche), aber dafür um so mehr emotionaler Handlung. Wenn man anfällig ist für die Emotionen eines Buches, ist es auf jeden Fall eine sehr ausführliche Geschichte. Mit ganz viel „Herz“ und „hach“ und „seuftz“.

Man möchte Tick bei der Hand nehmen, ihm klar machen was gerade passiert und ihm helfen. Am liebsten wäre ich in den Zug gestiegen um den dreien (es gibt ja noch einen dritten Hauptcharakter) zu helfen. Ich hab zwischendurch Jobtipps für Tick gehabt. äh, ja. das ist diese Geschichte mit den lebendigen Figuren 😀

Alles in allem ein mitreißendes Buch. ich finde es klug, dass Alex das Buch aus Ticks Sicht geschrieben hat und nicht, wie ich anfangs dachte, aus Romys. Das beseitigt viele Fallstricke. Ich denke, es könnte schwierig sein als (vermutlich) Cis-Person ein Buch dieser emotionalen Tiefe zu schreiben ohne nicht schon Jahrelang sehr eng mit dem Thema zusammen zu sein.

Ich würde dieses Buch fast allen Menschen direkt ans Herz legen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es emotional nicht so stabilen Trans* Personen wirklich zuträglich wäre das Buch zu lesen, weil Tick an einigen Stellen schon ziemlich krass drauf ist. Und das verletzend für euch sein könnte. Passt auf euch auf!

Ich habe von einigen Menschen gelesen, dass sie sich am Schreibstil stoßen, weil Ticks Gedankenwelt eben nicht hochgestochen ist. Ich fand das gar nicht. Es könnte aber daran liegen, dass es in meiner Gedankenwelt ab und zu ähnlich ab geht.

 

Ich habe den Klappentext vergessen und das Cover 🙂

 

An seinem achtzehnten Geburtstag will Tick alles Schlechte hinter sich lassen: seine Kindheit im Heim, seine heroinsüchtige Exfreundin und seine eigenen Drogenerfahrungen. Aber neue Probleme bahnen sich bereits an, allen voran, dass sein bester Freund Roman plötzlich als Frau lebt – mit allem, was dazugehört. Viel Zeit bleibt ihm nicht, sich daran zu gewöhnen, und es kommt der Tag, an dem er sich entscheiden muss. Ist er wirklich bereit, mit der Vergangenheit abzuschließen und Romy zu akzeptieren?

 

„Wir können uns entscheiden, Flügel im Kopf zu haben. Wir sind frei.“

FWVT

 

Und natürlich nehme ich auch mit diesem Buch an Daggis Bücherchalenge teil. Und zwar mit Nummer 23 „ein Buch mit etwas, was man am Himmel findet, im Titel oder auf dem Cover (Sonne, Mond, Sterne, Wolke, Regenbogen)“ – hier Tauben 🙂